12 Juni 2025
PPID/Cushing
Was ist PPID (oder Cushing-Krankheit) beim Pferd?
PPID, kurz für „Pituitary Pars Intermedia Dysfunction“, ist eine häufige hormonelle Störung bei (meist älteren) Pferden. Diese Erkrankung war früher hauptsächlich als „Cushing-Krankheit“ bekannt, in Anlehnung an ähnliche Erkrankungen beim Menschen und anderen Tieren. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede.
Ursachen von PPID (Cushing) beim Pferd
Beim Pferd liegt die Ursache im Gehirn (genauer in der Hypophyse). Das unterscheidet sich zum Beispiel vom Hund, bei dem die Nebennieren betroffen sind.
Symptome der Cushing-Krankheit (PPID) beim Pferd
Da es sich um eine systemische Erkrankung handelt, können Symptome im gesamten Körper auftreten. Neben Muskelabbau am Rücken und Schwierigkeiten beim Fellwechsel am Winterende (siehe Foto) werden häufig Veränderungen im Maul und insbesondere an der Maulschleimhaut beobachtet.
Die „periphere Abwehr“ Ihres Pferdes ist geschwächt, was zu einer höheren Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten führen kann.
Zusammenhang zwischen Cushing (PPID) und Zahngesundheit beim Pferd
Regelmäßige Zahnuntersuchungen und die Überwachung der Blutwerte (ACTH) werden empfohlen, ebenso wie eine medizinische Behandlung, wenn möglich.
Aus zahnmedizinischer Sicht erhöht PPID das Risiko für Parodontitis, übermäßige Zahnbeweglichkeit und Nebenhöhlenentzündungen.
Wie erkenne ich, ob mein Pferd an der Cushing-Krankheit (PPID) leidet?
Durch eine Blutuntersuchung beim Tierarzt (ACTH-Wert). Achtung: Dieser Parameter ist nicht Teil eines Standardblutbildes. Zudem muss die Probe zügig analysiert werden, daher sollte der Tierarzt im Voraus informiert werden, damit das Labor sie rechtzeitig erhält.
Achtung: Es gibt falsch-negative Ergebnisse, besonders wenn das Pferd zum falschen Zeitpunkt im Jahr oder unter Stress getestet wird. Wir empfehlen, die Tests Ende Sommer/Anfang Herbst unter ruhigen Bedingungen durchzuführen.
FAQ
1. Was ist PPID (Cushing) bei Pferden?
PPID steht für Pituitary Pars Intermedia Dysfunction, eine hormonelle Erkrankung bei Pferden (häufig ältere Pferde). Obwohl oft „Cushing“ genannt, unterscheidet sich der Ursprung — er liegt in der Hirnanhangdrüse, nicht in den Nebennieren.
2. Welche Symptome gibt es und wie wird PPID diagnostiziert?
Symptome können sein: Muskelverlust am Rücken, Probleme beim Fellwechsel, Veränderungen der Mundschleimhaut und erhöhte Anfälligkeit für Erkrankungen. Die Diagnose erfolgt über einen ACTH-Bluttest, angeordnet durch den Tierarzt, idealerweise unter ruhigen Bedingungen und zum passenden Zeitpunkt des Jahres.
3. Wie wirkt sich PPID auf die Gebissgesundheit eines Pferdes aus?
PPID erhöht das Risiko für Parodontitis, übermäßige Zahnbeweglichkeit und Sinusitis. Daher sind regelmäßige Zahnuntersuchungen, die Kontrolle der ACTH-Werte und eine medizinische Behandlung bei Bedarf unerlässlich.